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Fette

Fette bestehen aus einem Grundöl, das durch einen Verdicker (Seife) gebunden wird. Dadurch verbleibt der Schmierstoff an der Schmierstelle. Dort gewährleistet er einen dauerhaft wirksamen Schutz gegen Reibung und Verschleiß und dichtet die Schmierstelle gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit und Fremdstoffe ab.

Wenn aus konstruktiven Gründen keine Ölschmierung möglich oder eine Kühlfunktion nicht erforderlich ist, wird meist ein Schmierfett verwendet. Fette bestehen aus einem Grundöl, das durch einen Verdicker (Seife) gebunden wird. Dadurch verbleibt der Schmierstoff an der Schmierstelle. Dort gewährleistet er einen dauerhaft wirksamen Schutz gegen Reibung und Verschleiß und dichtet die Schmierstelle gegen äußere Einflüsse wie Feuchtigkeit und Fremdstoffe ab. Fette finden häufig Anwendung bei Wälz- und Gleitlagern, Spindeln, Armaturen, Dichtungen, Führungen aber auch bei Ketten und Getrieben.

Kenndaten von Fetten

Kenndaten Norm Beschreibung
Grundölviskosität DIN 51561 Beeinflusst Geschwindigkeitsbereich und Lastaufnahmevermögen eines Fettes
Tropfpunkt DIN ISO 2176 Überschreiten dieser Temperatur führt zur Zerstörung der Fettstruktur
Einsatztemperatur    DIN 51805
DIN 51821/2
(Wälzlager)
Temperaturbereich der optimalen Leistungsfähigkeit
Drehzahlkennwert
(DN-Wert)

 

 

Maximale Drehgeschwindigkeit bis zu der ein Fett in einem Wälzlager eingesetzt werden kann
Konsistenz DIN ISO 2137 Maß für die Festigkeit eines Fettes
NLGI-Klasse DIN 51818 Einteilung in Konsistenzklassen
VKA-Test DIN 51350 Bestimmung des Verschleißschutzes und des maximalen Lastaufnahmevermögens eines Fettes

Aufbau von Fetten

Der wesentliche Unterschied im Aufbau von Fetten gegenüber Ölen ist der Verdicker, der die typischen Leistungsmerkmale eines Fettes bestimmt. Moderne Schmierfette sind so formuliert, dass ihre Wirkstoffe bei kritischen Beanspruchungen einen Notlaufschmierfilm erzeugen und somit die Betriebssicherheit gewährleisten.

 Verdicker (Seife)

Einsatz-temperatur [°C]
Mineralöl

Einsatztemperatur [°C]
Syntheseöl
Tropfpunkt [°C] Wasser-beständigkeit Lastaufnahme-vermögen 
 Calzium -30 -> +50  n.a.  <100

++

 Lithium -35 -> +120 -60 -> +160  170/200

+

-

 Al-Komplex -30 -> +140 -60 -> +160  >230

+

-

 Ba-Komplex -25 -> +140 -60 -> +160  >220

++

++ 

 Ca-Komplex -30 -> +140 -60 -> +160  >190

++

++

 Li-Komplex -40 -> +140 -60 -> +160 >220

+

-

 Bentonit -40 -> +140 -60 -> +180  ohne

+

-

 Polyharnstoff -30 -> +160 -40 -> +160  250

+

-

Verträglichkeit von Fetten

Neben der Verträglichkeit der Grundöle muss beim Wechsel von Fetten die Mischbarkeit der Verdicker beachtet werden. Eine Unverträglichkeit hat negativen Einfluss auf die Leistung des Schmierfettes.

  Ca-Seife Cax-Seife Li-Seife Lix-Seife Li / Ca-
Seife
Na-Seife Bentonit Bax-Seife Alx-Seife Polyharnstoff
Ca-Seife    
Cax-Seife    
Li-Seife    
Lix-Seife      
Li / Ca-Seife    
Na-Seife            
Bentonit    
Bax-Seife  ■
Alx-Seife            
Polyharnstoff  

■ mischbar

Fette zur Langzeitschmierung bei kritischen Betriebsbedingungen

Konsistenz eines Schmierfettes

Bei Schmierfetten ist die Konsistenz die Kenngröße für die Festigkeit eines Fettes. Nach der DIN ISO 2137 wird sie aus der Eindringtiefe eines genormten Kegels gemessen.

Einteilung von Fetten nach NLGI

Die Klassifizierung nach NGLI (DIN 51 818) reicht von sehr weich (Klasse 000) bis zu sehr fest (Klasse 6).
Standardschmierfette entsprechen zumeist der NGLI-Klasse 2.

NLGI-Klasse Walkpenetration
[mm /10]
Getriebeschmierung Gleitlager Wälzlager Wasserpumpen Blockfette
000 445 – 475        
00 400 – 430        
0 355 – 385        
1 310 – 340    
2 265 – 295      
3 220 – 250      
4 175 – 205      
5 130 – 160        
6  85 – 115
Ruhpenetration
         ■

Bezeichnung und Einteilung von Schmierfetten nach DIN 51 502

Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Zusammensetzungen werden
Schmierfette gemäß der DIN 51 502 nach verschiedenen Gesichtspunkten wie Schmierfettart, Verwendbarkeit,
Konsistenz-Klassen (NLGI) und Einsatztemperaturen eingeteilt und beschrieben.

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