OKS - Ihr Spezialist für HochleistungsschmierstoffeOKS - Ihr Spezialist für Hochleistungsschmierstoffe


Aktuelles

 
 
Schlagwort wählen
Suchen
 
Tools:
  • drucken

Pressroom

Reinigen, schützen, verbinden, lösen

01.01.2006

06_01_PresseInfo_OMV.pdf
Wörter: 2.091 Zeichen: 16.205

Raffinerien zerlegen das ‚Schwarze Gold’ Erdöl und bereiten dessen Bestandteile für die weitere Nutzung auf. In regelmäßigen Abständen muss dann auch die Technik der Raffinerie selbst ‚aufbereitet’ werden. Bei einer solchen Stillstandswartung spielen Reiniger, Fette, Gleitlacke und Montagepasten bei praktisch jedem Handgriff eine Rolle, wie als aktuelles Beispiel die Revisionsarbeiten in der OMV Raffinerie Schwechat zeigen.

Links faucht ein Druckluft-Schrauber, rechts rufen Monteure dem Kranfahrer laut Positionsanweisungen zu – ein großer Wärmetauscher sinkt langsam in die Anlage. Von vorn naht ein weiterer Spezial-Kranwagen. Wie schafft es der Fahrer nur, in diesen engen Gassen zu manövrieren? Auf dem sonst eher ruhigen Gelände der OMV Raffinerie Schwechat geht es in diesen Tagen rund, tummeln sich Menschen und Maschinen - und das hat natürlich seinen Grund: Es ist die Zeit des routinemäßigen ‚Geplanten Stillstandes', also der Revision technischer Anlagen im August/September 2005. Konkret: Stoppaktivitäten gemäß Druckgeräteüberwachungsverordnung. Dabei wird die Anlagentechnik einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung sowie Inspektions- und vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen unterzogen.

Dass bei einer Stillstands-Revision so viele Menschen aktiv sind, ist kein Wunder, muss doch in kürzester Zeit ein maximaler Arbeitsumfang erledigt werden. Und das geht nur mit externer Hilfe: Rund 1700 Mitarbeiter von Dienstleistern und Servicepersonal der Komponentenhersteller bewegen sich zusätzlich zum Stammpersonal der OMV Raffinerie Schwechat auf dem Gelände. Rund 32 Millionen Euro lässt sich das Unternehmen diesen grundlegenden
Check auf Herz und Nieren kosten.

Parallel dazu investiert die OMV weitere 200 Millionen Euro in die Kapazitätserweiterung der Ethylenanlage und steigert so die Monomererzeugung von 650.000 auf 900.000 t/Jahr. Dafür sind zusätzliche 800 externe Spezialisten aktiv - insgesamt also rund 2500 Menschen, die in wenigen Wochen die komplexe Anlagentechnik produktionsbereit machen müssen.

Es erstaunt auf den ersten Blick, dass man sich bei einem solchen Investitionsvolumen auch über den Einsatz von Schmierstoffen und Montagepasten Gedanken macht. In der Regel haben diese Gebrauchs- und Verbrauchsmaterialien eher einen niedrigen Stellenwert. Nicht so bei der OMV, die diese Produkte bewusst als durchaus bedeutsame Komponenten im Zeitmanagement betrachtet.

Im Großen wie im Kleinen ist allen bewusst: Time is money, jede Verzögerung bedeutet hohe Umsatzverluste für die Raffinerie und die angeschlossene Kunststoffproduktion bei der Tochtergesellschaft Borealis. Da müssen alle Abläufe minutiös geplant sein, muss jeder Handgriff sitzen, kommen nur die besten Werkzeuge und Hilfsmittel in Frage.

Shutdown: Perfekte Planung und Organisation erforderlich
Die gesamte Anlagen-Infrastruktur ist zu inspizieren, zu warten und gegebenenfalls in Stand zu setzen. Ing. Robert Pappenberger, Leiter Planung/ Steuerung und Stoppleiter, hat konkrete Zahlen parat: Zu revidieren sind 2 Öfen, 56 Kolonnen, 406 Wärmetauscher, 388 Behälter, 2800 Armaturen, 1300 Sicherheitsventile und 2400 Mess- und Regeleinrichtungen. „Hinzu kommen notwendige Reparaturen an den Rohrleitungen und Investitionen, die nur im Stillstand getätigt werden können."

Beim Shutdown übernehmen externe Dienstleister der Raffinerie über 95 Prozent aller anfallenden Arbeiten. „Die interne Instandhaltung behält als Kernaufgaben die technische Verantwortung, Langzeitplanung sowie organisatorische und überwachende Funktionen," erläutert Pappenberger. Darunter fällt neben der Festlegung der Stoppdauer aus sicherheitstechnischer und wirtschaftlicher Sicht („Das ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt jeder Revision!") selbstverständlich auch das Aufarbeiten von Erkenntnissen aus vergangenen Stopps hinsichtlich Sicherheit, Stoppdauer, Arbeitsablauf und den Kosten sowie die Vorplanung von Zusatzaktivitäten für zukünftige Stopps. „Man braucht viel Erfahrung um vor Ort in der Anlage festlegen zu können: Das muss jetzt gemacht werden, aber das kann bis zur nächsten Revision warten," erläutert Ing. Franz Cetl, Leiter Apparate und Maschinentechnik. In der Raffinerie Schwechat gelingt das offenbar gut, da die mechanische Verfügbarkeit bei stolzen 98 % liegt.

Verbindungen sichern - und sicher wieder lösen
Wie problemlos die geplanten Arbeitsabläufe während des kurz bemessenen Stopps dann tatsächlich sind, das hat u.a. auch mit dem Zeitbedarf für die Montage/Demontage von Versorgungsleitungen, Apparaten und Maschinen sowie den Mess-, Steuer- und Regelungsgeräten zu tun.

Welche Verbindungstechnik auch immer gewählt wird: Die perfekte Vorbereitung (Reinigung) der Oberflächen und der Einsatz des geeigneten Gleitlacks oder der richtigen Montagepaste sichert die Zuverlässigkeit der Verbindung und erleichtert später deren Demontage. Für eine Reihe von Anwendungen kommen in der Raffinerie Schwechat Produkte von OKS, München, zum Einsatz (s.a. Interview). OKS, ein Tochterunternehmen der Freudenberg Chemical Specialities KG, entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Spezialschmierstoffe sowie Reinigungs- und Korrosionsschutzprodukte für alle Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Die unsichtbaren Helfer des Instandhalters
Ein kurzer Blick in die Welt der Tribologie macht die Bedeutung solcher Produkte im Betriebsalltag klar.

Die Funktionen eines Schmierstoffes können vielfältig und je nach Einsatzfall allein oder kombiniert erforderlich sein. Neben der Primäranforderung an den Schmierstoff - nämlich die maximale Kraftübertragung bei minimaler Reibung und minimalem Verschleiß - müssen oft unterschiedliche Sekundäreigenschaften erfüllt werden, wie z.B. Wasserbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Kunststoffverträglichkeit oder Korrosionsschutz.

Als Basis für Hochleistungsschmierstoffe werden Mineralöle, synthetische Kohlenwasserstoffe, Silikonöle, Polyglykole, Ester oder andere synthetische Flüssigkeiten verwendet. Sie unterscheiden sich u.a. in Temperaturverhalten, Mischbarkeit, Schmierfähigkeit, Oxidationsbeständigkeit, Werkstoffverträglichkeit und Herstellkosten. Die Auswahl der Viskosität eines Schmieröls hängt vom Einsatzbereich des Schmierstoffes ab. Grundsätzlich gilt:Niedrige Viskosität für niedrige Druckbelastung und hohe Gleitgeschwindigkeiten, hohe Viskosität für hohe Druckbelastung, niedrige Gleitgeschwindigkeiten und hohe Temperaturen.....
>> mehr